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Der 11. September 2001

Der Rächer: George W. Bush


President George W. Bush
Our Forty-Third President 
(engl. Biographie)

Infos zu diesem Buch? Bild anklicken! George Walker Bush wurde am am 6. Juli 1946 in New Haven, Connecticut als ältestes Kind von George Herbert Walker Bush und dessen Frau Barbara geboren. Er hatte drei Brüder und zwei Schwestern, von denen eine schon früh an Leukemie starb. Nach der Uni ging George W. zur Air National Guard in Texas - was ihm die Teilnahme am Vietnam-Krieg ersparte - und wurde dort Pilot. Später gründete er eine eigene Ölfirma, doch die fallenden Ölpreise in den 80er Jahren zwangen ihn, das Geschäft 1986 zu verkaufen. Er ging nach Washington D.C., um seinen Vater, der zu dieser Zeit Vizepräsident der USA war, zu unterstützen. Dort blieb er, bis Bush senior den harten und knappen Wahlkampf des Jahres 1988 gegen seinen demokratischen Kontrahenten Michael Dukakis gewinnen konnte und als Nachfolger Ronald Reagans ins Weisse Haus einzog.

George W. Bush & Family Paper Doll
Voll krass:
Die First Family als Papierpuppen
zum ausschneiden und anziehen!

Infos zu diesem Buch? Bild anklicken! In dieser Zeit beendete er seine auch ausschweifende Lebensweise, wurde zu einem tiefgläubigen Christen und konvertierte zu den Methodisten, denen bereits seine Frau Laura angehörte. George W. und Laura hatten 1977 geheiratet und 1981 die Zwillinge Barbara und Jenna bekommen. Die Töchter kamen später gelegentlich mit dem Gesetz in Konflikt, weil sie - wie wohl alle Teenager - auch mal gern ein Bierchen zu sich nahmen. In Deutschland wäre das nicht weiter tragisch gewesen, in Texas aber gilt ein striktes Alkoholverbot für Jugendliche unter 21 Jahren. "The First Twins" waren entsprechend oft ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse. Nachdem die beiden jungen Damen mittlerweile diese magische Altersgrenze überschritten haben, müssen sie nun beim nächsten Drink nicht mehr befürchten, schon wieder Sozialstunden schieben oder Vorträgen über Alkoholmißbrauch lauschen zu müssen.

The Texas Rangers
The Authorized History 


Infos zu diesem Buch? Bild anklicken! Als Bush senior 1988 nach einem harten Wahlkampf als 41. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt worden war, ging Bush junior nach Texas zurück. Dort kaufte er zusammen mit anderen Investoren ein Baseballteam, die "Texas Rangers", und wurde dessen Manager. Die dabei gewonnene Popularität half ihm 1994, Gouverneur von Texas zu werden. In seiner Amtszeit, die nach einer Wiederwahl 1998 mit der Wahl zum 43. Präsidenten der USA im Jahr 2000 endete, machte er viele Schlagzeilen durch seine Härte, besonders was die Todesstrafe anging.

"Ich bin gewählt worden, um das Gesetz des Staates Texas aufrecht zu erhalten, einschließlich der Todesstrafe". (Bush)

Karla Faye Tucker
Himmel in der Todeszelle

Infos zu diesem Buch? Bild anklicken! Gnadenersuche stießen bei ihm regelmäßig auf taube Ohren. Besonders spektakulär war z.B. der Fall der sympathischen, geläuterten Mörderin Karla Faye Tucker (siehe Abbildung rechts), der in den Medien weltweit besonderes Aufsehen erregte, zumal sich viele internationale Bürgerrechtsbewegungen, Regierungen und sogar Papst Johannes Paul II. bei Gouvernor George W. Bush für eine Begnadigung eingesetzt hatten. Vergeblich, denn nach 14 Jahren in der Todeszelle wurde sie am 3. Februar 1998 in Houston/Texas durch die Giftspritze hingerichtet. Bush verschärfte außerdem einige texanische Gesetze, was ihm in konservativen Kreisen - er ist Republikaner - viel Zuspruch einbrachte.

George W. Bushisms
Auch krass:
Bush's Zitate, Spüche und Stilblüten (engl.)

Infos zu diesem Buch? Bild anklicken! Als "Law and Order"-Mann ging Bush dann im Jahr 2000 auch in den Präsidentschaftswahlkampf, den er - trotz einiger verbaler Ausrutscher - sehr kreativ und erfolgreich führte. Wirtschaftliche Erfolge und die konsequente Umsetzung der Todesstrafe als Gouverneur von Texas sowie das politische Erbe seines Vaters waren Argumente, die offensichtlich viele der Wähler davon überzeugen konnten, ihm ihre Stimme zu geben. Sogar eine spanischsprechende Wahlkampftruppe trat für ihn an und erweckte die Sympathien der vielen wahlberechtigten Latinos, die bis dato kaum als Ziel von Wahlkampagnen beachtet worden waren.

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© Text: D. Bornemann; Coverscans: Amazon.de, Amazon.com
Letztes Update: 01.01.1970,01:00